„Definition der Kennziffern der Besamung und Fruchtbarkeit“

Begriffe der Besamung und Fruchtbarkeit alphabetisch

 

In Deutschland gibt es unterschiedliche Definitionen der Fruchtbarkeitskennziffern.

In der folgenden Kennziffernbeschreibung wird ein Kompromiss für eine einheitliche Kennzifferndefinition vorgestellt.

 

Belegungen

Belegungen sind Besamungen oder Bedeckungen.

In der Kennziffernberechnung wird also nicht zwischen Bedeckungen und Besamungen unterschieden. Im folgenden werden alle Belegungen als Besamungen gewertet.

 

Nachbesamungen = Wiederholungsbesamungen

In den neuen Bundesländern wurden Besamungen in der gleichen Brunst als Nachbesamungen und Wiederholungsbesamungen  als erneute Besamungen nach dem Umrindern verstanden. Da jedoch vor allem im süddeutschen Raum diese Wiederholungsbesamungen als  Nachbesamungen bezeichnet werden, werden im folgenden die Wiederholungsbesamungen und Nachbesamungen synonym für eine erneute Besamung in der Folgebrunst interpretiert.

 

Doppelbesamungen oder Folgebesamung in der gleichen Brunst

Als Folge der Gleichsetzung  von Nach- und Wiederholungsbesamungen wird eine erneute Besamung, deren Abstand zur jeweils vorhergehenden  Erst- oder Nachbesamung bis zu 10 Tagen beträgt, als Doppelbesamung bzw. Folgebesamung in der gleichen Brunst bezeichnet. (In Baden Württemberg beträgt diese Differenz 15 Tage.)

 

Erstbesamung (EB)

Erstbesamung ist die erste Besamung einer Färse bzw. die erste Besamung einer Kuh nach der Kalbung. Als Erstbesamung gilt weiterhin jede Besamung, deren Differenz zur vorangegangenen Besamung größer als 224 Tage ist (Minimale Trächtigkeitsdauer 210 Tage + minimale Rastzeit 15 Tage = 225 Tage).

 

Besamungsindex und Besamungsaufwand

Während der Besamungsindex (BI) den Gesamtaufwand an Besamungen für eine Trächtigkeit unter Einbeziehung der Besamungen der tragenden und nichttragenden Tiere charakterisiert, bezieht sich der Besamungsaufwand (BA) ausschließlich auf den Aufwand an Besamungen für die tragenden Tiere.

Analog trifft dies auch für den Portionsindex (PI ) und den  Portionsaufwand (PA)   zu.

 

 

Teilweise wird der Besamungsindex auch als  Zahl der Besamungen je besamte Kuh definiert.

Besamungsindex (BI) = Anzahl aller Besamungen / Anzahl besamter Tiere

Diese Formel ist ungebräuchlich und widerspricht  dem oben definierten BI.

 

 

Brunsterkennungsrate (BER)

Anteil der erkannten Brunsten (unabhängig ,ob besamt oder nicht) zwischen dem 45. und 65. Tag nach der Kalbung im Verhältnis zu den zur Brunstbeobachtung vorgesehenen Tieren

 

Brunstnutzungsrate (BNR)

Die Brunstnutzungsrate kennzeichnet den Anteil an Kühen, die nach Ablauf der physiologisch bedingten Mindestrastzeit oder einer betrieblich festgelegten freiwilligen Wartezeit (FWZ) in einem Zeitraum von 21 Tagen erstbesamt wurden im Verhältnis zu den in diesem Zeitraum zur Brunstbeobachtung / Besamung vorgesehenen Tiere.

.

 

Trächtigkeit

Ein Tier wird als tragend gewertet, wenn zur letzten Besamung

1.       das TU-Ergebnis „tragend“ vorliegt (die letzte Besamung kann auch eine EB sein) oder

2.       nach 90 Tagen keine Nachbesamung (NB) erfolgte und kein negatives TU-Ergebnis  vorliegt.

 

Abgänge wegen Unfruchtbarkeit sind als nicht tragend zu werten.

 

Bei der Ermittlung der Non-Return-Rate werden die TU-Ergebnisse nicht berücksichtigt.

In zentralen Auswertungen werden die Kennziffern zur Trächtigkeit erst ab 90 Tagen nach der betreffenden Besamung ermittelt.

 

Zur Berechnung der Trächtigkeitsraten (TREB, TRG) müssen die auswertbaren Besamungen ermittelt werden.

 

Trächtigkeitsrate oder Konzeptionsrate

Die  Trächtigkeitsrate sollte in der bisherigen Form unverändert beibehalten werden, da sie von den Besamungsstationen deutschlandweit einheitlich benutzt wird und einen hohen Bekanntheitsgrad hat.

 

Die Trächtigkeitsrate beschreibt den Anteil tragender Tiere zu einer definierten Bezugsgröße (Erstbesamung (EB), Nachbesamung (NB), Gesamtbesamung (GB).

Daraus leiten sich folgende Spezifikationen ab:

Trächtigkeitsrate aus Erstbesamungen (TREB)

Trächtigkeitsrate aus der Nachbesamung i (TRNBi)

Trächtigkeitsrate gesamt (TRG)

 

Synonyme Bezeichnungen:

·         Die Trächtigkeitsrate aus Erstbesamungen (TREB) wird auch als Erstbesamungserfolg (EBE) bezeichnet. Sie ist die Spezifikation der Konzeptionsrate (KR) für die erste Besamung.

·         Die Trächtigkeitsrate aus der Nachbesamung i (TRNBi) entspricht der Spezifikation der Konzeptionsrate (KR) für die i.Besamung.

·         Die Trächtigkeitsrate gesamt (TRG) entspricht der Spezifikation der Konzeptionsrate (KR) für alle Besamungen.

 

Für synonyme Bezeichnungen sollten generell die hier zuerst genannten einheitlich angewendet werden:

 

Vorschlag zur einheitlichen Bezeichnung     synonyme Bezeichnungen

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Besamungsaufwand (BA)                               Trächtigkeitsindex (TI)

Besamungsaufwandnicht tragende(BANT)              Nichtträchtigkeitsindex (NTI)

Besamungsindex                                           Gesamtindex

Doppelbesamung                                           Folgebesamung in der gleichen Brunst

Nachbesamung                                              Wiederholungsbesamung

Trächtigkeitsrate aus Erstbesamungen          Erstbesamungserfolg

Trächtigkeitsrate aus der Nachbesamung i    Konzeptionsrate i

Trächtigkeitsrate gesamt                                Konzeptionsrate

Güstzeit                                                                      Zwischentragezeit, Zwischenträchtigkeitszeit, Serviceperiode                  

Erstkalbin                                                       Jungkuh

 

 

Die Gesamtträchtigkeit (GESTR) ist von den Trächtigkeitsraten zu unterscheiden.

Sie bezieht die tragenden Tiere auf die lebenden Tiere des Bestandes.

 

Die o.g. Trächtigkeitsraten haben als Bezugsgröße ausschließlich Besamungen. Um jedoch das Trächtigkeitsergebnis der zur Besamung vorgesehenen Tiere zu ermitteln, wird die Pregnancyrate empfohlen.

 

Die Güstzeit (GZ),  Zwischentragezeit   (ZTZ) und Serviceperiode sind identisch.

 


 Kennziffern der Besamung und Fruchtbarkeit:

 

Abgangsrate (AR)

 

 

                        ( Kuhabgänge – Zuchtkuhverkäufe)  x  100

Abgangsrate  =

                                   Durchschnittskuhbestand                                 

 

 

 

 

Abkalberate (AKR)     

 

 

                                               Anzahl Abkalbungen   x  100

Abkalberate  =  

                                                                         Anzahl besamte Tiere

 

Richtwert:  - Bestand über 90 %

 

 

 

 

 

Anteilige Färsenkalbungen    

Die anteiligen Färsenkalbungen sind ein Näherungswert für die Reproduktionsrate. Sie gibt den Anteil der Färsenkalbungen an den Gesamtkalbungen  an.

 

                                               Färsenkalbungen x 100

Anteilige Färsenkalbungen     =  

                                                                       Kalbungen insgesamt

 

Richtwert:  - Bestand maximal 33 %

 

 

 

Anzahl Besamungen oder Gesamtbesamungen (GB)

Anzahl der Besamungen = Anzahl der Erstbesamungen + Anzahl der Nachbesamungen.

Die Anzahl Besamungen wird erhöht, wenn die Folgebesamung in der nächsten Brunst durchgeführt wird, d.h. wenn die Differenz zwischen 2 aufeinanderfolgende Besamungen größer als 10 Tage ist. Sie wird dann als  Nachbesamung interpretiert.

 

Anzahl Portionen

Die aufeinanderfolgenden Anpaarungen (Besamungen + Folgebesamungen in der gleichen Brunst) innerhalb der Laktation werden fortlaufend gezählt.

Liegt die Anzahl Portionen wesentlich mehr als 5 % über der Anzahl Besamungen, ist die Brunsterkennung zu überprüfen und die Brunstkontrolle zu intensivieren.

 

Auswertbare Besamungen

Als auswertbare Besamung werden alle Besamungen von Tieren gezählt, die im Auswertungszeitraum liegen, die nicht vor dem Feststellen der Trächtigkeit abgegangen sind (außer Abgängen wegen Unfruchtbarkeit), zu denen ein TU-Ergebnis vorliegt oder bei denen mindestens 90 Tage nach der letzten Besamung vergangen sind.

 

Auswertbare Erstbesamungen (AEB)

Als auswertbare EB  werden alle EB von Tieren definiert, die im Auswertungszeitraum liegen und nicht vor dem Feststellen der Trächtigkeit abgegangen sind (außer Abgängen wegen Unfruchtbarkeit). Je nachdem ob die  Trächtigkeitsrate aus Erstbesamungen oder die Non-Return-Rate 90  berechnet werden soll erfolgen weitere Präzisierungen.

 

Besamungsaufwand (BA) oder Trächtigkeitsindex (TI)                           


Der BA gibt für tragende Tiere an, wie viel Besamungen für deren Trächtigkeit erforderlich waren. Er bezieht sich ausschließlich auf  tragende Tiere. Doppelbesamungen werden nicht berücksichtigt.

 

             Anzahl der Besamungen der tragenden Tiere

BA =  

                                      Anzahl tragender Tiere


 

Richtwerte: Bestand:1,8       Kühe:1,8      Färsen: 1,4

Daraus sind die Unterschiede zum Besamungsindex (BI) erklärbar. Der BI ist erhöht, wenn oft gute Zuchttiere mehr als üblich besamt werden , um unbedingt ein Kalb zu erzeugen.

 

Der BA kann auch für nichttragende Tiere (NT) analog ausgewiesen werden:

 

Besamungsaufwand für nicht tragende Tiere (BANT) oder Nichtträchtigkeitsindex (NTI)

 

             Anzahl der Besamungen der nicht tragenden Tiere

BANT =  

                                      Anzahl nicht tragender Tiere



 Achtung! Den BA nicht verwechseln mit dem Gesamtindex:

                                       Besamungen insgesamt

Gesamtindex(GI) =  _______________________

                                         tragende Kühe

 

 

 

Besamungserfolg         

Der Besamungserfolg beschreibt den prozentualen Anteil der Tiere, die nach der jeweiligen Besamung (EB. NB1,NB2, ...) tragend geworden sind - siehe Konzeptionsrate (KR

 


 

Besamungsindex (BI) oder Gesamtindex (GI)  

Der Besamungsindex kennzeichnet die Anzahl Besamungen je Trächtigkeit. Doppelbesamungen werden nicht berücksichtigt.

 

BI für den Tierbestand

 

Anzahl der auswertbaren Besamungen der tragenden + nichttragenden Tiere

BI =  

                                      Anzahl tragender Tiere

 

Als auswertbare Besamungen  werden alle Besamungen von den Tieren definiert, deren letzte Besamung im Auswertungszeitraum liegt, die nicht vor dem Feststellen der Trächtigkeit abgegangen sind (außer Abgänge wegen Unfruchtbarkeit), zu denen ein Trächtigkeitsergebnis vorliegt oder die bis zu 90 Tagen nach der letzten Besamung nicht wieder besamt wurden.

 

Richtwerte:  -  Kühe: Unter 1,8 -  Färsen: Unter 1,7 

Die Richtwerte sind in Verbindung mit der RZ und der GZ zu bewerten.   

 

Achtung: Nicht verwechseln mit dem Besamungsaufwand (BA)

 

BI je Besamungstechniker

 

Anzahl auswertbare Besamungen TR + Anzahl auswertbare Besamungen NTR

BI =  

                                      auswertbare Besamungen TR

 

Als auswertbare Besamungen  werden alle Besamungen eines Besamungstechnikers definiert, die im Auswertungszeitraum liegen. Zu jeder Besamung wird festgestellt, ob sie zur Trächtigkeit geführt hat (TR) oder nicht (NTR). Zum Feststellen der Trächtigkeit bzw. Nichtträchtigkeit darf die Kuh nicht vor dem Feststellen der Trächtigkeit abgegangen sein (außer Abgänge wegen Unfruchtbarkeit), es muss entweder ein Trächtigkeitsergebnis vorliegen oder sie darf bis zu 90 Tagen nach der letzten Besamung nicht wieder besamt worden sein.

 

 

Wenn die Trächtigkeitsergebnisse nicht vorliegen, dann kann als Kompromiss der Besamungsindex (BI*) nach folgenden Formeln ermittelt werden:

 

BI für den Tierbestand

 

                 Anzahl der durchgeführten Besamungen insgesamt

BI* =  

                                      Anzahl besamte Tiere

 

 

BI je Besamungstechniker     

                 Anzahl der vom Techniker durchgeführten Besamungen insgesamt

BI* =  

                                      Anzahl vom Techniker besamte Tiere

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Bestandsersatzrate (BESR)   oder Bestandsergänzungsrate  
Die Bestandsersatzrate ist die Anzahl der Kühe eines Jahreszeitraumes, die ein Betrieb einsetzen müsste, um die abgegangenen Kühe identisch zu ersetzen, prozentual bezogen auf den Durchschnittsbestand.

BESR  =     ((Jahresanfangsbestand Kühe + Kuhzugänge (aus Erstkalbungen   und Kuhzukäufen) -Jahresendbestand) x 100 ) / Durchschnittskuhbestand 

  

Richtwert:
Bestand maximal 33%

 

 

 

 

 

Brunsterkennungsrate (BER)

Anteil der erkannten Brunsten (unabhängig, ob besamt oder nicht) im Verhältnis zu den zur Brunstbeobachtung vorgesehenen Tieren.

 

                            Anzahl brünstiger Tiere  x 100

BER = 

            Anzahl zur Brunstbeobachtung vorgesehener Tiere

 

Die Anzahl zur Brunstbeobachtung /Besamung vorgesehener Tiere ergibt sich aus den

 -  noch nicht besamten Kühen nach Ablauf der physiologisch bedingten Mindestrastzeit (42 Tage pp   )
     bzw. freiwilligen Wartezeit

 - noch nicht besamten zuchtreifen Färsen, die die Optimalkondition mit 380 bis 420 kg Körpermasse bzw. ein Mindestalter von 14 Lebensmonaten erreicht haben.

Diese Tiere dürfen weder zuchtuntauglich sein, noch einen Besamungsstopp haben.

 


 

Brunstnutzungsrate (BNR)

Die Brunstnutzungsrate kennzeichnet

- den Anteil an Kühen, die nach Ablauf der physiologisch bedingten Mindestrastzeit oder einer betrieblich festgelegten freiwilligen Wartezeit (FWZ) in einem Zeitraum von 21 Tagen erstbesamt bzw.

- den Anteil an Färsen, die nach Erreichen der Optimalkondition bzw.  nach dem 14. Lebensmonat erstbesamt wurden im Verhältnis zu den in diesem Zeitraum zur Brunstbeobachtung / Besamung vorgesehenen Tiere.

 

                            Anzahl erstbesamter Tiere  in 21 Tagen x 100

BNR = 

            Anzahl zur Brunstbeobachtung / Erstbesamung vorgesehener Tiere in 21 Tagen

 

Die Anzahl zur Brunstbeobachtung / Erstbesamung vorgesehener Tiere ergibt sich aus den

 -  noch nicht besamten Kühen nach Ablauf der physiologisch bedingten Mindestrastzeit  (42 Tage) oder der FWZ bzw.

 - noch nicht besamten zuchtreifen Färsen, die die Optimalkondition bzw. ein Mindestalter von 14 Lebensmonaten erreicht haben.

Diese Tiere beziehen sich auf den Zeitraum von 21 Tagen. Sie dürfen weder zuchtuntauglich sein, noch einen Besamungsstopp haben. Die 21 Tage können sich entweder auf einen Kalenderzeitraum von genau 21 Tagen beziehen oder auf ein durchschnittliches Brunstintervall von 21 Tagen in einem frei wählbaren Zeitraum.

 

Im betrieblichen Controlling sind die physiologisch bedingte Mindestrastzeit bei Kühen und die Lebensmonate bei Färsen frei einstellbar.

 

 

Die BNR kann aus der Rastzeit (RZ) und der Wartezeit (FWZ) wie folgt berechnet werden: 

 

 

                            21 * 100  

BNR =                                              

                  RZ – (F WZ – 21/2)

 

 

BNR 21/42/63 = Prozentsatz der Tiere, die innerhalb von 21/42/63 Tagen nach Ablauf der freiwilligen Wartezeit besamt wurden

 

Die freiwillige Wartezeit (FWZ) ergibt sich entweder aus der physiologisch bedingten Mindestrastzeit oder der betrieblich festgelegten freiwilligen Wartezeit (FWZ)

 

 

Doppelbesamung oder Folgebesamung in der gleichen Brunst

Alle Folgebesamungen, deren Abstand zur jeweils vorhergehenden Erst- oder Nachbesamung 11 Tage innerhalb der gleichen Laktation unterschreiten, werden als Doppelbesamungen oder als  Folgebesamungen in der gleichen Brunst bezeichnet. 

Sie erhöhen nicht die Anzahl der Besamungen , sondern die Anzahl der Portionen.

 

Richtwert: Anteil der Folgebesamungen an den Gesamtbesamungen unter 5 %

 


 

Durchschnittskuhbestand  

Es gibt 3 Möglichkeiten, den Durchschnittskuhbestand zu errechnen:

 

Durchschnittskuhbestand =   (Summe der Futtertage aller (A+B)-Kühe für ein Jahr) / 365 

 

                                   Anfangsbestand + Summe der Monatsendbestände

 Durchschnittskuhbestand =    

                                                                       Anzahl der Auswertungsmonate + 1

 

Durchschnittskuhbestand =   (Anfangsbestand + Endbestand) / 2 

 

Der Durchschnittskuhbestand kann über beliebige Zeiträume berechnet werden.

 

 

Erstbesamung (EB)

 Eine Erstbesamung ist die erste Besamung einer Färse bzw. die erste Besamung einer Kuh nach der Kalbung. Als Erstbesamung gilt weiterhin jede Besamung, deren Differenz zur vorangegangenen Besamung größer als 224 Tage ist (Minimale Trächtigkeitsdauer 210 Tage + minimale Rastzeit 15 Tage = 225 Tage).

 

 

Erstbesamungsalter (EBA)

Das Erstbesamungsalter ist das Alter eines Jungrindes bei der Erstbesamung

EBA = Datum der ersten Besamung – Geburtsdatum

Richtwerte: 380 bis 420 kg Körpermasse, Lebensalter 14 – 18 Monate (426 bis 548 Tage)

 

www.portal-rind.de/Färsenaufzucht

 

Erstbesamungserfolg (EBE)

                                        Anzahl tragende Tiere aus Erstbesamungen x 100

EBE    =                       _____________________________________                    

                                                     Anzahl Erstbesamungen

Teilweise wird der EBE auch als Synonym für die Trächtigkeitsrate aus Erstbesamungen (TREB) verwendet.

 

 

Erstbesamungsindex (EBI)

Der Erstbesamungsindex entspricht dem Besamungsindex (BI) bezogen auf Erstbesamungen.

 

 

Erstkalbealter (EKA)

 Das Erstkalbealter ist das Alter der Färse bei ihrer ersten Kalbung

EKA =               Datum der ersten Kalbung – Geburtsdatum

Richtwerte: 24 bis 26 Monate ( 730 bis  791 Tage)  

 

Erstkalbin oder Jungkuh

Kuh in der 1. Laktation

 

 

Färse

Weibliches Jungrind ab der ersten Besamung. Ab der ersten Kalbung (Erstkalbung)wird die Färse zur Erstkalbin oder Jungkuh. 

 

 

Färsenkonzeptionsalter (FKA)

Das Färsenkonzeptionsalter ist das Alter der Färse beim Erreichen der Trächtigkeit.

           

             (Datum der letzten Besamung, aus der die Färse tragend ist – Geburtsdatum)

FKA = 

                                                              30,4375

 

Richtwerte:   16 bis 19 Monate ( 487 – 578 Tage)

 

Fertilitätsstatus (FS)

DE KRUIF u.a. (1998) fassten mehrere Merkmale zu einem sogenannten Fertilitätsstatus (FS) nach folgender Formel zusammen:

                                        Erstbesamungserfolg

Fertilitätsstatus (FS) =                                        - Zwischentragezeit + 125

                                        Besamungsaufwand

 

Richtwert: -  Über 40

 

 

Folgebesamung – den Text löschen und von der Folgebesamung ... (Begriffe alphabetisch) zur Doppelbesamung verlinken 

Freiwillige Wartezeit (FWZ)

Freiwillige Wartezeit ist für Kühe die betrieblich festgelegte Zeitspanne nach der Kalbung, in der kein Tier besamt werden soll.

Richtwert: Kühe 60 Tage nach der Kalbung (in Abhängigkeit von der Leistung und Körperkondition),

Färsen 15 Lebensmonate. Sie sollte im Bestand über 45 und unter 70 Tagen liegen.    

 

 

Gesamtbesamung (GB) siehe Anzahl Besamungen


 

Gesamtindex(GI) = Besamungen insgesamt / tragende Kühe

Der Gesamtindex(GI) entspricht dem Besamungsindex (BI

 

                                    Besamungen insgesamt

GI    =                        ____________________

                                        tragende Kühe

Im Gesamtindex sind im Gegensatz zum Besamungsaufwand (BA)  bzw.Trächtigkeitsindex (TI)  auch die Besamungen der nicht tragenden Tiere als Aufwand enthalten.

 

 

Gesamtträchtigkeit (GESTR)

Anteil der tragenden Kühe am Bestand der lebenden Kühe

 

 

Güstzeit (GZ) oder Zwischentragezeit (ZTZ) bzw. Serviceperiode

Die Güstzeit ist die bedeutendste Fruchtbarkeitskennziffer.

 

Sie berechnet sich aus dem Zeitraum zwischen der Kalbung und der erfolgreichen Besamung.  

 

 

Richtwerte: Bestand: 85 bis 125 Tage,   Kühe: 42 bis125 Tage,  

 

 

Jungkuh oder Erstkalbin

Kuh in der 1. Laktation

 

 

Konzeptionsrate (KR) oder Trächtigkeitsrate aus der Nachbesamung i (TRNBi)

 

                          Anzahl  tragende Tiere nach einer bestimmten KBi  x  100

 KRi   =                                       Anzahl der jeweiligen Besamungen

 

Die Spezifikation der KR für die erste Besamung ist die Trächtigkeitsrate aus Erstbesamungen (TREB  bzw. der  Erstbesamungserfolg (EBE) .

Die Spezifikation der KR für die zweite und für weitere Besamungen ist die Trächtigkeitsrate aus der Nachbesamung i (TRNBi)

Die Spezifikation der KR für alle Besamungen ist die Trächtigkeitsrate gesamt (TRG).

 

 Merzungsrate (MR) 

Die Merzungsrate ist die Anzahl der (tatsächlich) gemerzten Kühe bezogen auf den Durchschnittskuhbestand.

 

                   Anzahl Merzungen  x 100

MR  =       _______________________

                     Durchschnittskuhbestand

 

Merzungen sind: Normal- und Hausschlachtungen, Verendungen und Nottötungen 

 

Nachbesamung (NB) oder Wiederholungsbesamung (WB)

Alle Folgebesamungen, deren Abstand zur jeweils vorhergehenden  Erst- oder Nachbesamung 10 Tage innerhalb der gleichen Laktation überschreitet, werden als erneute Besamung in der Folgebrunst gewertet.

In die Anzahl der  Nachbesamungen werden die Doppelbesamung  in der gleichen Brunst nicht mit einbezogen.

 

 

Non-Return-Rate 90 (NR90)

NR90 ist der Anteil der Kühe mit auswertbaren Erstbesamungen die bis zu 90 Tagen nach der EB nicht wieder besamt (wiedergekehrt) sind. Sie sind wahrscheinlich tragend.

 

                      Anzahl Tiere, die 90 Tage nach der EB nicht wieder besamt sind X 100

 NR90 =                                       Anzahl auswertbare EB für NR90

 

Als auswertbare EB  für NR90 werden alle EB von Tieren gezählt, die im Auswertungszeitraum liegen, nicht vor dem 90. Tag nach der EB abgegangen sind (außer Abgängen wegen Unfruchtbarkeit) und bei denen 90 Tage nach der EB vergangen sind.

Als tragend werden für NR90 die Tiere gewertet, zu denen bis zum 90.Tag nach der EB keine weitere Besamung vorliegt.     Ergebnisse der Trächtigkeitsuntersuchung werden nicht berücksichtigt.

 

 

Richtwerte: Bestand über 65 %,  Kühe über 65 %,    Färsen über 75 % 

 

 Non-Return-Rate 56 (NR56) = analoge Berechnung zu NR90 auf der Basis von 56 Tagen

Richtwerte: - Bestand über 75 %,  Kühe über 75 %,    Färsen über 80 %  

 

Nutzungsdauer

Nutzungsdauer = Durchschnittsalter der Abgangskühe (außer Abgang zur Zucht) – Durchschnittsalter dieser Kühe bei der 1. Kalbung

 

Physiologisch bedingte Mindestrastzeit

Die physiologisch bedingte Mindestrastzeit wird durch die Zeit der Nachgeburtsphase, des Gesamtpuerperiums bestimmt.

Sie beträgt 42 Tage. In dieser Zeit sollte keine Milchkuh besamt werden.

 

Portionsaufwand (PA)

Der Portionsaufwand ergibt sich aus der Anzahl Portionen (Anzahl Besamungen und Folgebesamung in der gleichen Brunst ) tragender Tiere dividiert durch Anzahl tragender Tiere.

 

             Anzahl der Portionen der tragenden Tiere

PA =  

                                      Anzahl tragender Tiere
Der PA  bezieht sich also ausschließlich auf  tragende Tiere.  Er gibt für tragende Tiere an, wie viele Portionen für deren Trächtigkeit erforderlich waren.

 

 

 

Portionsindex (PI)

Der Portionsindex gibt an, wie viel Portionen (Anzahl Besamungen und Folgebesamung in der gleichen Brunst ) insgesamt benötigt wurden, um eine Trächtigkeit zu erzielen.

 

Anzahl der Portionen der tragenden + nichttragenden Tiere

PI =  

                                      Anzahl tragender Tiere

 

Richtwerte:  -  Bestand: 1,8 bis 2,0,  -  Kühe: 2,0 bis 2,2,  - Färsen: 1,5

 

 

Pregnancyrate (PR)

Die PR gibt den prozentualen Anteil der Tiere an, die in einer Brunstperiode (21 Tage) aus der EB tragend geworden sind, bezogen auf die Tiere, die in diesem Zeitraum zur Brunstbeobachtung / Erstbesamung vorgesehen waren.

 

Sie wird aus der Brunstnutzungsrate (BNR) und der Trächtigkeitsrate aus Erstbesamungen (TREB) nach folgender Formel berechnet:

 

            Brunstnutzungsrate   x  Trächtigkeitsrate aus Erstbesamungen

PR  =               _______________________________________________

                                                                100

 

Richtwert : Über 20%

 

 

Rastzeit (RZ)

Die Rastzeit ist die Zeitspanne zwischen der letzten Kalbung und der danach folgenden Erstbesamung.

 

Richtwert: Bestand: 60 bis 85 Tage  Kühe 42 bis 90 (115) Tage in Abhängigkeit von der Leistung und Körperkondition

 

Die prospektive Rastzeit (pRZ) ist ein Schätzwert für die zu erwartende Rastzeit der noch nicht erstbesamten Kühe.

 

Sie wird tagaktuell für noch nicht erstbesamte Kühe berechnet, die 42 Laktationstage p.p. überschritten haben. Sie ergibt sich aus deren durchschnittlicher Anzahl Tage nach der Kalbung plus 11 Tage (die 11 Tage entsprechen einem halben Zyklus). Es wird unterstellt, dass alle diese Tiere im aktuellen Brunstzyklus (durchschnittlich 11 Tage nach dem aktuellen Tagesdatum) erstbesamt werden.

 

Siehe auch Physiologisch bedingte Mindestrastzeit

 

 

Remontierungsrate (RMR)

Die Remontierungsrate gibt den Anteil der Färsen am Durchschnittskuhbestand  an, der für die Remontierung der Herde eingesetzt wird.

 

 

       (Erstkalbungen aus eigener Nachzucht + Erstkalbungen aus   Färsenzukäufen)x 100

RMR =

                                                           Durchschnittskuhbestand

 

Die RMR kann zur Ermittlung der Reproduktion aus eigener Nachzucht  (RMR*) ermittelt werden:

 

 

                         Erstkalbungen aus eigener Nachzucht x 100

RMR* =

                                                           Durchschnittskuhbestand

 

 

 

Reproduktionsrate (RR)

 

Die Reproduktionsrate gibt den Anteil der Kühe und Färsen  am Durchschnittskuhbestand an, der für die Remontierung der Herde eingesetzt wird

 

 

 

        (Erstkalbungen + Kuhzukäufe – Zuchtkuhverkäufe – Bestandsveränderungen)  x 100

RR     =  

                                                                       Durchschnittskuhbestand

 

 

Teilweise wird die RR auch ohne Beachtung der Bestandsveränderungen  ausgewiesen:

 

                          (Erstkalbungen + Kuhzukäufe – Zuchtkuhverkäufe )  x 100

RR*     =  

                                                                       Durchschnittskuhbestand

 

 

Bestandsveränderungen = Jahresendbestand – Jahresanfangsbestand

 

Richtwert: Bestand maximal 33%

 

 

 

 

 

Trächtigkeit

Ein Tier wird als tragend aus einer auswertbaren Besamung gewertet, wenn keine Nachbesamung (NB) erfolgte und kein negatives TU-Ergebnis vorliegt und kein Abgang wegen Unfruchtbarkeit vorliegt

          .

 

In zentralen Auswertungen werden die Kennziffern zur Trächtigkeit erst ab 90 Tagen nach der betreffenden Besamung ermittelt.

 

Bei der Ermittlung der Non-Return-Rate werden die TU-Ergebnisse nicht berücksichtigt

 

Trächtigkeitsindex (TI)

Der TI entspricht dem Besamungsaufwand (BA)

 

             Anzahl der Besamungen der tragenden Tiere

TI  =  

                                      Anzahl tragender Tiere

Es wird für die tragenden Kühe angegeben wie viel Besamungen für ihre Trächtigkeit erforderlich waren. Dabei bleiben die nichttragenden Kühe unberücksichtigt.

 

 

Analog dazu kann auch der Nichtträchtigkeitsindex (NTI) gebildet werden:

 

             Anzahl der Besamungen der nicht tragenden Tiere

NTI =  

                                      Anzahl nicht tragender Tiere

 

Er entspricht dem Besamungsaufwand für nicht tragende Tiere (BANT)

 

 

 

 

 

Trächtigkeitsrate aus Erstbesamungen (TREB) oder Konzeptionsrate (KR)  aus EB oder Erstbesamungserfolg (EBE)

 

Die TREB kennzeichnet den Anteil der tragenden Kühe aus auswertbaren Erstbesamungen  an den durchgeführten auswertbaren Erstbesamungen (AEB).

 

                               Anzahl tragende Tiere aus auswertbaren EB x 100

TREB =

                                     Anzahl Tiere mit auswertbaren EB

 

Als auswertbare EB werden alle EB von Tieren gezählt, die im Auswertungszeitraum liegen, die nicht vor dem Feststellen der Trächtigkeit abgegangen sind (außer Abgängen wegen Unfruchtbarkeit), zu denen ein TU-Ergebnis vorliegt oder bei denen mindestens 90 Tage nach der EB vergangen sind.

Aus EB tragend sind Tiere gemäß der Definition Trächtigkeit.   

 

 

Richtwerte: - Bestand: über 55%,  -   Kühe: über 50%,      -  Färsen: über 70 % .

 

Trächtigkeitsrate aus der Nachbesamung i (TRNBi) oder Konzeptionsrate (KR)

Die TRNBi kennzeichnet den Anteil der tragenden Kühe aus der auswertbaren Nachbesamung i im Verhältnis zu den Kühen mit der auswertbaren Nachbesamung i.

 

                     Anzahl tragende Tiere aus der auswertbaren Nachbesamung i x 100

TRNBi =        

                               Anzahl Tiere mit der auswertbaren Nachbesamung i

 

 

Als Tiere mit der auswertbaren Nachbesamung i  werden die Tiere gezählt, deren letzte Nachbesamung i im Auswertungszeitraum liegt, die nicht vor dem Feststellen der Trächtigkeit abgegangen sind (außer Abgängen wegen Unfruchtbarkeit), zu denen ein TU-Ergebnis vorliegt oder bei denen mindestens 90 Tage nach der letzten Nachbesamung i vergangen sind. 

 

TRNB1 bedeutet Trächtigkeitsrate aus der ersten Nachbesamung

TRNB2 bedeutet Trächtigkeitsrate aus der zweiten Nachbesamung usw.

 

 

Trächtigkeitsrate gesamt (TRG)

Die TRG kennzeichnet den Anteil der tragenden Kühe aus auswertbaren Besamungen im Verhältnis zu den Kühen mit auswertbaren Besamungen.

 

                                   Anzahl tragende Tiere aus auswertbaren Besamungen x 100

TRG =    

                                    Anzahl Tiere mit auswertbaren Besamungen

 

Als Tiere mit auswertbaren Besamungen  werden die Tiere gezählt, deren letzte Besamung im Auswertungszeitraum liegt, die nicht vor dem Feststellen der Trächtigkeit abgegangen sind (außer Abgängen wegen Unfruchtbarkeit) , zu denen ein TU-Ergebnis vorliegt oder bei denen mindestens 90 Tage nach der letzten Besamung vergangen sind. 

 

Aus Besamungen tragend sind Tiere, gemäß der Definition Trächtigkeit. 

 

Richtwerte: -  Bestand: 80  bis 85 %,   -  Kühe: 75 bis 80 %,  -  Färsen: 90 bis 95 %

 

Unfreiwillige Wartezeit (UWZ)

Die unfreiwillige Wartezeit ist die Zeitspanne , die über die freiwillige Wartezeit hinaus noch bis zur Erstbesamung benötigt wird.

 

Verzögerungszeit (VZ)

Die Verzögerungszeit ist der Zeitraum (Tage) zwischen der Erstbesamung und der Besamung, die zur Trächtigkeit führte.

Sie ist Null, wenn die Kuh aus der Erstbesamung tragend wird.

Sie entspricht der Summe der  Zwischenbesamungszeiten  ,wenn die Kuh nachbesamt wurde.

 

Richtwerte: - Bestand unter 25 Tage,  -   Kühe unter 30 Tage, -  Färsen unter 20 Tage

 


 

Voraussichtliche Zwischenkalbezeit (vZKZ)

 Die voraussichtliche Zwischenkalbezeit ist die Zeit zwischen der letzten Kalbung und der vorausberechneten kommenden Kalbung. Sie ist ein aktueller Schätzwert für die künftig zu erwartende Zwischenkalbezeit.

 

 

 vZKZ   =   Datum der voraussichtlichen Kalbung – (Datum der letzten Kalbung –1)

 

Das Datum der voraussichtlichen Kalbung ergibt sich aus dem Datum der letzten wahrscheinlich zur Trächtigkeit führenden Besamung plus der durchschnittlichen Trächtigkeitsdauer von 281 Tagen (bei  Niederungsrassen (SB).

 

Oder:

 

vZKZ   =   Güstzeit (GZ)  + 281

 

 

Richtwerte: - Bestand: 365 bis 405 Tage - in Abhängigkeit von der Leistung

 

 

Wiederholungsbesamung (WB) – oder Nachbesamung 

 

Wiederbesamungsintervall (WBI)   oder Zwischenbesamungszeit

Die Aufteilung der Zwischenbesamungszeit in zeitlich verschiedene Intervalle entspricht den Wiederbesamungsintervallen.

 

Richtwerte: mindestens 50 % im Intervall von 18 bis 24 Tagen (zyklusgerechte Wiederbesamungen) Kühe mindestens 50 bis 60 %;  Färsen mindestens 70 % *

 

Zwischenbesamungszeit (ZBZ)

Die Zwischenbesamungszeit ist die Zeit zwischen der Erstbesamung und der folgenden Nachbesamung oder zwischen zwei aufeinanderfolgenden Nachbesamungen (Doppelbesamungen, also Folgebesamungen in der gleichen Brunst werden nicht berücksichtigt).

 

Richtwerte: Einzelkuh: 21- 35 Tage, Bestand: 30 – 35 Tage, Kühe: 35 Tage,  Färsen:  50 Tage

 

Die ZBZ* kennzeichnet die Ermittlung der Zwischenbesamungszeit unter Einbeziehung der Konzeption aus der Erstbesamung.  Für eine Kuh , die aus der Erstbesamung tragend wird, ist die ZBZ* = 0.

 

Die Aufteilung der Zwischenbesamungszeit in zeitlich verschiedene Intervalle entspricht den Wiederbesamungsintervallen (WBI).

 

 

Zwischenkalbezeit:  (ZKZ)

Die Zwischenkalbezeit ist die Zeit zwischen zwei aufeinanderfolgende Kalbungen.

 

Sie wird nur für die Kalbungen berechnet, deren jüngstes Kalbedatum im Auswertungszeitraum liegt.

 

Richtwerte: 365 – 405 Tage

Wirtschaftlich optimale Güstzeit (GZ)  und ZKZ:                                                        

Mkg                       GZ                         ZKZ                             

7500                        85                         365                             

8000                      105                         385                             

10000                    125                         405

 

Die Kosten je Tag verlängerter GZ bzw. ZKZ werden in der Literatur mit ca. 2 bis 4 € je Tag beziffert.

 

 

Begriffe der Besamung und Fruchtbarkeit alphabetisch

 

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Jungkuh 

 

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Physiologisch bedingte Mindestrastzeit

Portionsaufwand (PA)  

Portionsindex (PI )

Pregnancyrate (PR)

prospektive  Rastzeit (pRZ)

 

Rastzeit (RZ)

Remontierungsrate (RMR)

Reproduktionsrate (RR)

 

Serviceperiode

 

Trächtigkeit

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Trächtigkeitsrate  

Trächtigkeitsrate aus Erstbesamungen (TREB)

Trächtigkeitsrate aus der Nachbesamung i (TRNBi) 

Trächtigkeitsrate gesamt (TRG)

 

Unfreiwillige Wartezeit (UWZ)

 

 

Verzögerungszeit (VZ)

Voraussichtliche Zwischenkalbezeit (vZKZ)

 

 

Wiederbesamungsintervall (WBI)

Wiederholungsbesamung (WB)

 

Zwischenbesamungszeit (ZBZ)  

Zwischenkalbezeit (ZKZ)

Zwischentragezeit   (ZTZ)